Corona-Selbsttest

Corona-Schnelltests zur Selbstanwendung sind an vielen Stellen im freien Verkauf erhältlich. Ein Selbsttest erfolgt meist durch einen Nasenabstrich und kann zuhause selbst vorgenommen werden. Das Ergebnis liegt nach wenigen Minuten vor. Ein negatives Testergebnis entbindet nicht von Abstands- und Hygieneregeln! Liegt ein positives Testergebnis vor, gilt die dringende Empfehlung sich zu isolieren und die Hausärztin oder den Hausarzt, Ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) oder ein Testzentrum zu kontaktieren, um einen PCR-Test in die Wege zu leiten. Ein zusätzlicher PCR-Test ist notwendig, da Selbsttests im Vergleich eine höhere Fehlerrate aufweisen. Fällt der PCR-Test ebenfalls positiv aus, muss sich die betroffene Person für 10 Tage in häusliche Isolation begeben, der Zeitraum beginnt ab dem Datum des Tests durch eine offizielle Teststelle (Bürgertest oder PCR-Test). Bei Symptomen sollten Sie den Hausarzt konsultieren.

Alle positiven Testergebnisse (Schnelltest sowie PCR-Test), die durch Testzentren registriert werden, müssen dem Gesundheitsamt gemeldet werden!

Antigen-Selbsttests, oft auch Laien-Selbsttests oder nur Selbsttests genannt, beruhen auf dem gleichen Prinzip wie Antigen-Tests, die durch geschultes Personal durchgeführt werden: Sie weisen bestimmte Eiweiße des Coronavirus SARS-CoV-2 in den Schleimhäuten der Atemwege infizierter Personen nach. Bei Antigen-Selbsttests sind Probenentnahme und -auswertung vergleichsweise einfach, wodurch sie für die Eigenanwendung durch Privatpersonen geeignet sind.

Antigen-Selbsttests benötigen eine Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Das BfArM bietet eine Übersicht über die zugelassenen Antigen-Selbsttests auf seinen Internetseiten. Diese Tests sind frei verkäuflich und können über das Internet, im Handel oder in Apotheken bezogen werden.

Selbsttests können zusätzliche Sicherheit in konkreten Situationen im Alltag geben – etwa bei einem privaten Treffen oder perspektivisch vor einem Theater- oder Kinobesuch. Personen, die viel mit Menschen zu tun oder Kontakt zu Risikopersonen haben, können Antigen-Selbsttests nutzen, um zu überprüfen, ob der Verdacht auf eine Infektion besteht. Dadurch können sie ihre Mitmenschen besser schützen.

Beim Antigen-Selbsttest werden wie beim Antigen-Test bestimmte Eiweiße des Coronavirus SARS-CoV-2 in Proben infizierter Personen nachgewiesen. Im Vergleich zu Antigen-Tests sind bei Antigen-Selbsttests Probenentnahme und -auswertung einfacher und können durch Laien bzw. Privatpersonen ohne medizinische Vorkenntnisse durchgeführt werden. Dies betrifft u. a. die Art der Probenentnahme: Beim Antigen-Test wird der Abstrich tief im Nasen-Rachenraum entnommen. Dies ist in der Eigenanwendung schwierig. Beim Antigen-Selbsttest erfolgt die Probenentnahme meist mit einem Abstrich aus dem vorderen Nasenbereich, beispielsweise aus beiden Nasenlöchern.

Die genaue Testdurchführung ist in den jeweiligen Testanleitungen genau beschrieben. Wie auch beim Antigen-Test liegt das Testergebnis nach 15 bis 30 Minuten vor.

Zwar sind die Mehrzahl der Ergebnisse von Antigen-Selbsttests korrekt, doch sie sind nicht so zuverlässig wie PCR-Tests. Deswegen stellt ein positives Ergebnis lediglich einen Verdacht auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 dar. Es ist keine Diagnose. Ein positives Testergebnis bei einem Selbsttest ist nicht meldepflichtig, jedoch sollte verantwortungsvoll damit umgegangen werden. Personen, die ein positives Ergebnis im Antigen-Selbsttest erhalten haben, sollten sich unverzüglich selbst isolieren (d. h. Kontakte konsequent reduzieren) und sich telefonisch mit dem Hausarzt oder einem geeigneten Testzentrum in Verbindung setzen, um einen PCR-Test in die Wege zu leiten und das weitere Vorgehen zu klären.

Auch wenn bei einem negativen Testergebnis in den meisten Fällen die getestete Person tatsächlich aktuell nicht infiziert ist, gilt: Auch ein negatives Testergebnis kann unter Umständen nicht korrekt sein. Wenn beispielsweise wenig Viren im Körper sind, wie dies kurz nach einer Ansteckung oder in der späten Phase einer Infektion der Fall ist, kann ein Test negativ ausfallen, obwohl die getestete Person infiziert ist. Zudem sind die korrekte Probenentnahme und Testdurchführung wichtig, um ein möglichst zuverlässiges Ergebnis zu erhalten. Wie für alle Tests gilt auch für den Antigen-Selbsttest, dass es eine Momentaufnahme ist. Daher sollten Sie auch bei einem negativen Ergebnis eines Antigen-Selbsttests unbedingt die AHA+L+A-Formel einhalten. Antigen-Selbsttests können nicht zur „Freitestung“ verwendet werden, beispielsweise um eine Quarantäne zu verkürzen. 

Es ist Aufgabe der Länder, ihre Schulen und Kitas mit Schnelltest zu versorgen. Es können auch Selbsttests als Teil der Teststrategie der Länder für Kitas und Schulen zum Einsatz kommen.

Ende Februar sind die ersten Selbsttests zugelassen worden. Trotzdem hat der Bund bereits über 200 Mio. Selbsttests gesichert. Mit weiteren Herstellern laufen Gespräche. Auch hier wird das tatsächliche Marktangebot die gesicherten Kontingente bei weitem übertreffen. Die Selbsttests werden in Apotheken, im Einzelhandel und in einigen Discountern verkauft. Dieser Vertriebsweg garantiert, dass sich die Selbsttests – so wie geplant – im Alltag etablieren.

Nein. Wer einen Selbsttest macht, der positiv ausfällt, sollte diesen aber genauso wie bei einem positiven Antigen-Schnelltest durch einen PCR-Test bestätigen lassen und sich vorsichtshalber solange zu Hause in Isolierung begeben, bis das Ergebnis vorliegt. Die AHA+L-Regeln sind weiterhin zu beachten. Positive Ergebnisse von Antigen-Schnelltests, die von geschultem Personal durchgeführt werden, sind dagegen meldepflichtig.

Allgemeine Informationen zu Corona-Tests