Corona-Test im Lahn-Dill-Kreis

Der Corona-Virus-Erreger SARS-CoV-2 kann durch einen SELBSTTEST, einen BÜRGERTEST oder einen PCR-TEST nachgewiesen werden. Auf dieser Seite finden Sie Informationen, FAQ’s sowie weiterführende Links zum Thema Teste. Für spezifische Informationen zu den unterschiedlichen Testarten klicken Sie auf die jeweilige Seite.

Allgemeine Informationen zu Corona-Tests

FAQ – Corona-Test

Selbsttests oder Laien-Selbsttests beruhen auf dem gleichen Prinzip wie Antigen-Tests/Bürgertests, die durch geschultes Personal durchgeführt werden: Sie weisen bestimmte Eiweiße des Coronavirus SARS-CoV-2 in den Schleimhäuten der Atemwege infizierter Personen nach. Bei Antigen-Tests sind Probenentnahme und -auswertung vergleichsweise einfach, wodurch sie für die Eigenanwendung durch Privatpersonen geeignet sind.

Selbsttests benötigen eine Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Das BfArM bietet eine Übersicht über die zugelassenen Corona-Tests auf seinen Internetseiten. Diese Tests sind frei verkäuflich und können über das Internet, im Handel oder in Apotheken bezogen werden.

Selbsttests können zusätzliche Sicherheit in konkreten Situationen im Alltag geben – etwa bei einem privaten Treffen oder perspektivisch vor einem Theater- oder Kinobesuch. Personen, die viel mit Menschen zu tun oder Kontakt zu Risikopersonen haben, können Antigen-Selbsttests nutzen, um zu überprüfen, ob der Verdacht auf eine Infektion besteht. Dadurch können sie ihre Mitmenschen besser schützen.

Beim Antigen-Selbsttest werden wie beim Antigen-Test bestimmte Eiweiße des Coronavirus SARS-CoV-2 in Proben infizierter Personen nachgewiesen. Im Vergleich zu Antigen-Tests sind bei Antigen-Selbsttests Probenentnahme und -auswertung einfacher und können durch Laien bzw. Privatpersonen ohne medizinische Vorkenntnisse durchgeführt werden. Dies betrifft u. a. die Art der Probenentnahme: Beim Antigen-Test wird der Abstrich tief im Nasen-Rachenraum entnommen. Dies ist in der Eigenanwendung schwierig. Beim Antigen-Selbsttest erfolgt die Probenentnahme meist mit einem Abstrich aus dem vorderen Nasenbereich, beispielsweise aus beiden Nasenlöchern.

Die genaue Testdurchführung ist in den jeweiligen Testanleitungen genau beschrieben. Wie auch beim Antigen-Test liegt das Testergebnis nach 15 bis 30 Minuten vor.

Zwar sind die Mehrzahl der Ergebnisse von Antigen-Selbsttests korrekt, doch sie sind nicht so zuverlässig wie PCR-Tests. Deswegen stellt ein positives Ergebnis lediglich einen Verdacht auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 dar. Es ist keine Diagnose. Ein positives Testergebnis bei einem Selbsttest ist nicht meldepflichtig, jedoch sollte verantwortungsvoll damit umgegangen werden. Personen, die ein positives Ergebnis im Antigen-Selbsttest erhalten haben, sollten sich unverzüglich selbst isolieren (d. h. Kontakte konsequent reduzieren) und sich telefonisch mit dem Hausarzt oder einem geeigneten Testzentrum in Verbindung setzen, um einen PCR-Test in die Wege zu leiten und das weitere Vorgehen zu klären.

Auch wenn bei einem negativen Testergebnis in den meisten Fällen die getestete Person tatsächlich aktuell nicht infiziert ist, gilt: Auch ein negatives Testergebnis kann unter Umständen nicht korrekt sein. Wenn beispielsweise wenig Viren im Körper sind, wie dies kurz nach einer Ansteckung oder in der späten Phase einer Infektion der Fall ist, kann ein Test negativ ausfallen, obwohl die getestete Person infiziert ist. Zudem sind die korrekte Probenentnahme und Testdurchführung wichtig, um ein möglichst zuverlässiges Ergebnis zu erhalten. Wie für alle Tests gilt auch für den Antigen-Selbsttest, dass es eine Momentaufnahme ist. Daher sollten Sie auch bei einem negativen Ergebnis eines Antigen-Selbsttests unbedingt die AHA+L+A-Formel einhalten. Antigen-Selbsttests können nicht zur „Freitestung“ verwendet werden, beispielsweise um eine Quarantäne zu verkürzen. 

Es ist Aufgabe der Länder, ihre Schulen und Kitas mit Schnelltest zu versorgen. Es können auch Selbsttests als Teil der Teststrategie der Länder für Kitas und Schulen zum Einsatz kommen.

Nein. Wer einen Selbsttest macht, der positiv ausfällt, sollte diesen aber genauso wie bei einem positiven Bürgertest durch einen PCR-Test bestätigen lassen und sich vorsichtshalber solange zu Hause in Isolierung begeben, bis das Ergebnis vorliegt. Die AHA+L-Regeln sind weiterhin zu beachten. Positive Ergebnisse von Bürgerteststellen, die von geschultem Personal durchgeführt werden, sind dagegen meldepflichtig.

Bei Antigen-Tests, auch Antigen-Schnelltests oder Schnelltests genannt, handelt es sich um Schnelltests auf das Coronavirus SARS-CoV-2, die von geschultem Personal vor Ort durchgeführt und ausgewertet wird. Davon zu unterscheiden sind Antigen-Selbsttests, die für die Eigenanwendung durch Verbraucherinnen und Verbraucher zertifiziert sind. 

Antigen-Tests funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie Schwangerschaftstests. Die Antigen-Tests auf SARS-CoV-2 weisen bei einer Infektion bestimmte Eiweiße des Coronavirus SARS-CoV-2 in den Schleimhäuten der Atemwege nach. Der Antigen-Test ist weniger sensitiv als ein PCR-Test. Das bedeutet, dass eine größere Virusmenge notwendig ist, damit ein positives Ergebnis angezeigt wird. Wenn beispielsweise kurz nach einer Ansteckung erst wenige Viren vorhanden sind, kann der Antigen-Test noch negativ ausfallen, obwohl die getestete Person infiziert ist.

Außerdem ist ein Antigen-Schnelltest nicht so spezifisch wie ein PCR-Test. Das heißt, beim Antigen-Test kommt es häufiger vor als beim PCR-Test, dass ein positives Ergebnis angezeigt wird, wenn die Person gar nicht infiziert ist. Auch wenn in der Mehrzahl der Fälle das Ergebnis des Antigen-Tests korrekt ist, sollte ein positives Ergebnis immer durch einen PCR-Test bestätigt werden.

Antigen-Tests werden verwendet, wenn schnell geprüft werden soll, ob möglicherweise eine Infektion mit SARS-CoV-2 vorliegt. Antigen-Schnelltests kommen schon länger beispielsweise in Pflegeheimen oder Krankenhäusern zum Einsatz. Die Nationale Teststrategie empfiehlt Antigen-Tests beispielsweise für Reihentestungen von Erkrankten bzw. Betreuten und Personal in Krankenhäusern, Pflege- und anderen medizinischen Einrichtungen oder vor dem Besuch solcher Einrichtungen. Weitere Einzelheiten können Sie der Nationalen Teststrategie sowie den Testkonzepten der jeweiligen Einrichtungen entnehmen. Antigen-Tests können zudem zusätzliche Sicherheit in konkreten Situationen im Alltag geben – etwa bei einem privaten Besuch oder vor einem Theater- oder Kinobesuch, wenn diese wieder geöffnet haben. Seit dem 8. März 2021 können sich alle Bürgerinnen und Bürger einmal wöchentlich kostenfrei mit einem Antigen-Test zum Beispiel in Apotheken oder einem Testzentrum testen lassen. 

Für den Antigen-Schnelltest wird von geschulten Personen eine Probe aus den Schleimhäuten der Atemwege entnommen. Der Abstrich erfolgt durch den Mund von der Rachenwand und/oder über die Nase aus dem Nasen-Rachenraum. Die Probe wird anschließend auf einen Teststreifen gegeben. Das Testergebnis kann nach 15 bis 30 Minuten abgelesen werden.

Auch wenn bei einem negativen Testergebnis in den meisten Fällen die getestete Person tatsächlich aktuell nicht infiziert ist, gilt:  Auch ein negatives Testergebnis kann unter Umständen nicht korrekt sein. Wenn beispielsweise wenig Viren im Körper sind, wie dies kurz nach einer Ansteckung oder in der späten Phase einer Infektion der Fall ist, kann ein Test negativ ausfallen, obwohl die getestete Person infiziert ist. Zudem gilt für alle Tests: Sie sind eine Momentaufnahme. Daher sollten Sie auch bei einem negativen Ergebnis eines Antigen-Selbsttests unbedingt umsichtig handeln und die AHA+L+A-Formel einhalten.

Ja, positive Ergebnisse von PoC-Antigenschnelltests sind meldepflichtig. Auch Personen, die in Schulen oder anderen Einrichtungen diese Tests bei anderen Personen anwenden, sind in die Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz einbezogen.

Antigen-Schnelltests müssen von geschulten Personen durchgeführt werden, und entsprechende Arbeitsschutzmaßnahmen müssen dabei berücksichtigt werden. Hierbei kommt es insbesondere auf die korrekte Durchführung des Nasen- bzw. Rachenabstrichs an, bei dem infiziertes Gewebe mit einem Abstrichtupfer aus dem Mund- oder Nasenraum entnommen wird. Wird der Abstrich fehlerhaft durchgeführt, kann das Ergebnis des Schnelltests verfälscht sein.

Pflegeheime und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens müssen dem Gesundheitsamt ein Testkonzept vorlegen. Das Gesundheitsamt legt dann fest, wie viele Antigen-Tests eine Einrichtung beschaffen kann bzw. wie viele von der Pflege- oder Krankenversicherung finanziert werden. Die Menge ist abhängig von der Zahl der Menschen, die in der Einrichtung behandelt, betreut, gepflegt oder untergebracht werden. In stationären Pflegeeinrichtungen können z.B. bis zu 30 Tests pro Monat und Bewohner beschafft werden. Die Beschaffung der Tests übernehmen die Einrichtungen selbst. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gibt auf der Homepage Hinweise zu Antigen-Schnelltests und führt eine Liste der erstattungsfähigen Antigen-Schnelltests. Die Tests können über die normalen Vertriebswege insbesondere über Apotheken, den Großhandel oder direkt vom Hersteller bezogen werden.

Beim PCR-Test handelt es sich um ein Standardverfahren in der Diagnostik von Viren. Der Test beruht auf der sogenannten Polymerase-Kettenreaktion (polymerase chain reaction, PCR). Dabei wird Erbmaterial des Virus vervielfältigt. Dadurch gelingt es, Viren nachzuweisen, auch wenn erst wenige Erreger vorhanden sind. Der PCR-Test hat also eine hohe Sensitivität – er weist das Virus mit einer hohen Treffsicherheit nach. Zudem wird gezielt nur das Erbmaterial des Coronavirus SARS-CoV-2 vervielfältigt. Der Test hat damit eine hohe Spezifität, weist also genau das gewünschte Virus nach.

Der PCR-Test gilt als das zuverlässigste Verfahren, um den Verdacht auf eine akute Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 abzuklären. Es ist der ausschlaggebende Test für die Entscheidung, ob eine Person sich aufgrund einer SARS-CoV-2-Infektion in Isolierung begeben muss.

Die Nationale Teststrategie gibt Empfehlungen, in welchen Situationen welche Tests verwendet werden sollen. Die Testung ist für die betroffene Person kostenlos. Der PCR-Test sollte bevorzugt werden:

  • bei Symptomen, die auf eine Erkrankung an COVID-19 hindeuten,
  • bei Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall,
  • vor Aufnahme in Krankenhäusern, Pflege- und weiteren medizinischen Einrichtungen oder wenn dort Fälle auftreten.

Unter Umständen können alternativ Antigen-Tests eingesetzt werden. Da diese weniger verlässlich sind, muss ein positives Ergebnis im Antigen-Test durch einen PCR-Test bestätigt werden.

Weitere Einzelheiten können Sie der Nationalen Teststrategie sowie den Testkonzepten von medizinischen und Pflege-Einrichtungen entnehmen.

Für den PCR-Test wird in der Regel eine Probe aus den Schleimhäuten der Atemwege entnommen. Der Abstrich erfolgt durch den Mund von der Rachenwand und/oder über die Nase aus dem Nasen-Rachenraum. Aus den tiefen Atemwegen können Proben durch Hustenauswurf, Spülungen oder die Entnahme von Sekret aus der Luftröhre gewonnen werden. Welche Methode der Probenentnahme im Einzelfall gewählt wird, entscheidet die Ärztin bzw. der Arzt.

Die Analyse der Probe mit dem PCR-Verfahren erfolgt in einem Labor. Mit dem Verfahren der PCR wird Erbmaterial des Virus so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es zuvor nur in geringen Mengen vorlag.

Die Durchführung der PCR dauert etwa vier bis fünf Stunden. Hinzu kommen die Transportzeit ins Labor, die Vorbereitungszeit im Labor und gegebenenfalls eine Wartezeit wegen hohen Probeaufkommens. In der Regel dauert es ein bis zwei Tage, bis nach der Probenentnahme das Ergebnis vorliegt. Bei starken Überlastungen der Labore kann es gelegentlich länger dauern.